Monatsarchiv für August 2006

Meine Lieben,
alle die mit 2 Beinen
und alle die mit 4 Pfoten!

Jetzt lebe ich schon seit mehr als einer Woche in der Schweiz und mir ist’s schäferwohl! Ich habe alle und alles im Griff. – Hm, vielleicht habe ich jetzt meine Schnauze ein wenig zu voll genommen. Mein Frauchen will mir partout einiges beibringen, zum Beispiel „SITZ“ und - ich habe es ganz schnell kapiert. Sie sagt: „ Man kann nicht früh genug mit der Erziehung beginnen!“ Na ja, darüber könnte ich streiten….. aber dann tue ich ihr eben manchmal den Gefallen und gehorche - wenn es mir passt. Dann flippt sie jedes Mal fast aus und ich habe Angst um sie. In ihrem Alter sollte man doch solche Aufregungen meiden. Aber im Endeffekt muss sie’s ja doch selbst wissen. Wir arbeiten jeden Tag miteinander und mir macht es unter uns gesagt, einen Riesenspass… und gibt noch mehr News: Jupihe , ich kann schon ganz ordentlich an der Leine laufen, nur die Zebrastreifen gefallen mir nicht. Die sind gelb, igitt. Wer liebt schon gelb? Ich jedenfalls nicht und ich weiche diesen Dingern immer aus. Nur wenn die Polizei zuschaut, benehme ich mich selbstverständlich anständig. Ich will ja niemandem Kummer bereiten.

Während der ganzen letzten Woche war ich äusserst kreativ. Ich habe den Garten neu gestaltet. Er sieht meines Erachtens jetzt viel schöner aus. Da war eben der Stardesigner Dajosch am Werk. Ausser den prächtigen Löchern zieren jetzt auch noch geköpfte Blumen die Beete. Am liebsten tummle ich mich im Kräuterbeet. Ich frisiere die Petersilie auf meine ganz spezielle Art. Sieht phänomenal aus. Wenn ich gross bin, werde ich ein eigenes Geschäft eröffnen…

Jeden Tag ärgere ich mich bis zum bellen. Wieso können wir Hunde nicht so klettern wie die Katzen? Nico flüchtet immer in die Höhe wenn ich mit ihm raufen will und mir bleibt gar nichts anderes übrig, als enorm blöd aus meinem Fell zu gucken. Das Leben ist manchmal einfach ungerecht. Das habe ich schon kapiert.

Heute Morgen habe ich ganz friedlich im Klassenzimmer mit meiner Rassel Fussball gespielt. Was macht das blöde Etwas? Rollt einfach unter die Polstergruppe, die im Schulzimmer steht. Ich nicht scheu, klemme mich wie ein Automechaniker unter das Ding und versuche daran zu kommen. Aber es will und will nicht klappen. Da habe ich in meiner Wut alle Polster angebellt. Au weia, hat das gut getan. Leider kam die Rassel auch mit dieser Technik nicht wieder von selbst zum Vorschein. Claudia hat mir dann geholfen und aus lauter Freude bin ich im ganzen Zimmer herum gesaust, bis ich einen Puls von mindestens 180 hatte. Alle Kinder haben sich königlich über meine Springkünste amüsiert. Der Boden ist so glatt und man fühlt und bewegt sich wie auf dem Eis. Habe ein paar Mal die Kurve nicht so gut erwischt, aber das kommt noch. Ich arbeite noch an meinem Stil. Es ist bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ich habe noch jede Menge Zeit.

Am Mittwoch darf ich zum ersten Mal in die Welpenschule. Ich bin ja gespannt, ob das interessant wird. Ich bin nicht so schnell zufrieden zu stellen. Ich bin, was Schulunterricht anbelangt schon ein kleiner Profi und niemand kann mir mehr in X für ein U vormachen. Das haben sie jetzt davon, wenn sie mich mit 8 Wochen schon in eine 6. Klasse einschulen.

Heute habe ich mit einem 5 Jahre alten (Betonung auf alt) Golden geschmust. Er roch etwas streng. Sein Frauchen ist Coiffeuse und untersucht im Moment alle Kinder auf Läuse. Sie dürfte ihn gerne mal baden und parfümieren. Solange man das nicht mit mir macht… beim blossen daran denken, bekomme ich Gänsehaut.

Mit Erich habe ich es immer lässig. Er ist ein cooler Typ und bei ihm darf ich immer viel mehr als bei Claudia. Sie ist viel strenger mit mir, — nein, sie sagt dem .. hm, ein schwieriges Wort… knochenquent oder heisst es knuddelent. Entschuldigt, aber es ist auch schon spät. Ich gehe jetzt noch einmal eine Runde im Garten drehen und dann lege ich in mein Himmelbett und träume von euch Lieben.

Eine dicke Umarmung und einen nassen Kuss von mir und liebe Grüsse von Erich und Claudia

Bis bald auf diesem Kanal

euer Dajosch

Dajosch

Welpenschule und Ohren

Halli hallo ihr Lieben alle!

Es hat sich in den letzten 24 Stunden so viel ereignet, dass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll… Zuerst muss ich euch aber noch schnell das Wort, das ich nicht mehr richtig wusste, mitteilen. Ich finde, es klingt schauderhaft in den Ohren. Konsequent heisst es und das ist so was von phantasielos. Es sind einfach ein paar Buchstaben aneinandergereiht worden. Wenn dieses anscheinend so wichtige Wort wenigstens nach etwas Fressbarem klingen würde, wäre es schon sympathischer. Oft frage ich mich ernsthaft, wieso die Zweibeiner so unkreativ sind. Trotzdem haben sie noch das Gefühl, nur sie allein hätten das Sagen. Aber oha, ich melde mich lautstark zu Wort, wenn mir etwas nicht passt oder ich eine andere Meinung habe. Jetzt bin ich aber schrecklich vom eigentlichen Thema abgewichen. Ich will euch doch von gestern erzählen, damit ihr auch auf den Zehenspitzen laufen könnt. Warum???

Gestern rüsteten wir uns voller Erwartung für meine Schule. Ehrlich gesagt, ein bisschen erhöhten Blutdruck hatte ich schon. Im Auto bekam ich meinen Sicherheitsgurt umgelegt und dann ging’s los Richtung Maienfeld. Dieses Städtchen ist international für Pferderennen bekannt, aber das stört mich nicht. Die dürfen das, wenn sie das wollen. Man muss tolerant sein, dann kommt man weiter im Leben. Das ist nicht von mir, das habe ich bei euch gelernt. Als wir auf einer fein duftenden Wiese ankamen, waren wir die Ersten. Hinter uns kam ein Cäsar – Werbehund und kläffte durch die Gegend. Menschenskind, hatte der eine Einbildung. Mir machte das überhaupt keinen Eindruck. Ich zeigte ihm meine Rückseite. Nach und nach kamen noch weitere Hunde. Im Ganzen sind wir 7 mehr oder weniger lernbegierige Schüler. Ich bin der Jüngste im Kreis, aber das macht mir absolut keine Bauchschmerzen. Zuerst mussten wir an der Leine bleiben und warten bis die Lehrerin alle begrüsst hat. Das war ein wenig langweilig. Da kommt man in die Schule und ist begierig drauf, endlich etwas zu lernen und dann das. Man muss nur blöd herumstehen. Ich war schon ein wenig enttäuscht. E n d l i c h ging es los. Halsband und Leine wurden ausgezogen und wir durften einander begrüssen. Unsere Frauchen hatten die Aufgabe, uns zu beobachten. Ich habe mich bei fast allen meinen Kameraden persönlich vorgestellt. Nur 2 habe ich gemieden, weil die sich daneben benommen haben. Was haben die für eine Kinderstube genossen, entsetzlich. Beide haben einen Mitschüler mit roher Gewalt zu Boden gedrückt und sind ganz gemein mit ihm umgegangen, beissen, Angst einjagen und solche schrecklichen Aktionen eben. Da haben sich aber die Zweibeiner eingemischt und ihnen ordentlich die Meinung gesagt. Der eingebildete Kläffer hat gejault und niemand hatte Mitleid mit ihm.

Claudia rief: „Dajosch, komm!“ Wie ein geölter Blitz schoss ich zu ihr. - Beim Springen lege ich meine Ohren immer flach nach hinten. Dann geht es schneller. Das habe ich ganz allein herausgefunden. Seit Montag, 28. August habe ich nämlich echte Schäferohren. Die passen ausgezeichnet zu mir und vervollständigen meine Schönheit noch ganz. Ich bin richtig stolz darauf. Das hat schliesslich und endlich nicht jeder!!! Ich kann auch schon gut mit meinen Ohren umgehen. Täglich übe ich noch neue Winkelvarianten, einmal einen rechten, dann einen stumpfen, dann einen spitzen und und und! (Ihr seht, ich habe auch schon von Geometrie eine Ahnung. Auch ich habe aufgepasst, als das die Kinder in Claudias Schule büffeln mussten).  Solche Spielereien machen Spass. Ich glaube, meine Familie kann die verschiedenen Ohrenstellungen schon recht gut deuten, sie versuchen es wenigstens. Jetzt bin ich schon wieder vom Thema abgekommen. Entschuldigt! Ich möchte euch sooooo viel erzählen und dann passiert mir das laufend.

Nachdem ich bei Claudia war, hat sie mich gelobt und aus lauter Freude habe ich mich schön brav hingesetzt. Wir haben das gleiche Spiel nochmals gemacht, es war total lässig. Das Halsband wurde wieder montiert und die Leine auch und ich dachte schon, das wäre es nun gewesen. Aber nein. Jetzt wurde über uns geredet. Man fragte Claudia, was sie bei mir beobachtet habe. Sie sagte, dass ich ein neugieriger kleiner Mann ohne Furcht sei. Und dann kam von der Lehrerin etwas, das meine Brust blitzartig zum schwellen brachte. Sie sagte: „Dajosch hat sich supergut benommen. Er ist neugierig, zeigt absolut vor NICHTS Angst und hat einen tollen Bezug zu dir. Du hast ihn doch erst seit einer guten Woche, das kann man kaum glauben. Einfach SPITZE!“ Wir beide haben uns riesig über das Kompliment gefreut. Vor Freude haben wir miteinander geschmust. Ich lag auf dem Rücken und Claudia hat mir den Bauch gekrault. Ich liebe das. Ich könnte dabei schon fast schnurren. Wisst ihr, was eine andere Lehrerin über den ganzen Platz gerufen hat? Man sehe uns an, das wir im gleichen Bett schlafen……..! Ich habe sie ganz böse angeschaut. Ich habe doch ein eigenes Bett, das schönste auf der ganzen Welt. Ich spinne ja nicht, was soll ich in Claudias Bett? Solche Aussagen lassen meine Pfote an den Kopf wandern. Sie ist entschuldigt, sie kennt mich ja noch nicht…….. aber sie wird mich noch kennen lernen, das verspreche ich euch! Dann sind wir an der Leine gelaufen. Ich habe mich bemüht, den Augenkontakt zu halten, weil ich die Leckerli fressen wollte. Es ist mir gut gelungen. Die Lehrerin war entzückt, wie schnell ich das begriffen habe. Ich glaube, sie ist ein wenig verliebt in mich. — Das ist aber noch nicht alles, was wir gelernt haben. Wir haben noch „Platz“ geübt. Ich durfte vorzeigen, wie man das macht. Sie war erstaunt über mich. Wenn die wüsste. Für ein kleines Stück Fleisch mache ich (fast) alles!
Alle Vierbeiner bekamen einen Teil eines Pansens zu knabbern. Da freut man sich darüber, macht es sich bequem zum geniessen und dann muss man das feine Teil einfach wieder zurück geben. „Aus“ hiess es! Ich bekam es dann zwar wieder, aber nur für kurze Zeit. Dann wiederholte sich das Ganze wieder. Diese Logik kann nur auf dem Mist der Zweibeiner gewachsen sein! Die sind nicht immer ganz zurechnungsfähig! Alle Hunde schüttelten vehement den Kopf darüber. Ist ja wirklich zu blöd so ein Affentheater zu veranstalten wegen eines kleinen Pansen.
Dann hiess es schon wieder Abschied nehmen. Meine Lehrerin kam noch zu uns und meinte, dass man mit mir unbedingt eine Karriere anstreben müsse. So was sehe sie schnell, ob jemand dazu tauge. Keine Sorge, ich bin deswegen nicht eingebildet worden und laufe nicht auf Zehenspitzen, aber gefreut hat es mich schon. Ich weiss, dass ich mein Talent erst unter Beweis stellen muss. Und genau das will ich!!!.

Ich bin schon wieder ein ganzes Stück gewachsen. Mein Hintern wird langsam aber sicher vom Brauereipferdars.. zum Knackars.. Wenn ich ein Hundemädchen wäre, würde ich hinter mir her pfeifen….. oder machen das nur die Jungs bei den Mädchen? Vielleicht ist meine gesunde Ernährung an meinem Wandel mitschuldig. Ich fühle mich rundum wohl. Es geht mir einfach blendend!

Heute Morgen war  ich mit Erich auf Achse. Das war genial. Ich freue mich immer wieder mit ihm auf die Piste zu gehen. Er hat immer lustige Ideen und weiss, was mir gefällt. Die Männergespräche mit ihm möchte ich nicht missen, die braucht jeder Mann halt eben. Ein absolutes Muss! Arme Hunde, die das nicht haben. Am Nachmittag war ich bei Carla. Sie lernt für ihre Prüfung und hat gescheite Dinge gesagt, die ich nicht verstehe. Ab und zu habe ich sie in den Garten gelockt. Lernen ist ja gut, aber man kann auch übertreiben. Genau das wollte ich vermeiden. Ist mir auch geglückt, ätsch.

Claudia ruft mich! Pinkelrunde ist angesagt und dann geht’s langsam ins Bett. Schlaft alle gut ihr Lieben. Lasst es euch wunderbar gehen und tragt Sorge zu euch, weil es euch
1.        dabei besser geht und
2.        weil ich euch von Herzen liebe

Euer Dajosch zusammen mit Erich, Carla und Claudia

Dajosch

Hundeschuleerlebnisse

Liebe Dina, lieber Uwe,
liebe Mama, lieber Papa,
liebe Dakota,
liebe Tante Chalin!

Ich bin ja soooooo stolz auf mich und ich glaube, ihr könnt das auch auf mich sein. Seit Montagnachmittag gehe ich in die richtige Schule, wie die Kinder. Ich kann euch sagen, es macht einen Heidenspass. Jeden Tag lerne ich etwas Neues, jeder Tag ist spannend, vom Morgen bis zum Abend. Wollt ihr wissen, was ich den ganzen Tag so treibe?
Also, am Morgen stehe ich auf und spiele ausgiebig mit meiner neuen Familie im Garten, meistens mit Erich, weil mein neues Frauchen am Morgen nicht gerade fit ist. (Unter uns gesagt, ich glaube, sie ist am Morgen eine grosse Schlaftablette). Ich muss ziemlich früh aufstehen, weil ich dann pinkeln muss. Übrigens, das habe ich schon ganz gut in den Griff bekommen. So kleine Malheurs passieren nur noch ab und zu.
Der Garten trägt schon meine Visitenkarte… hier ein Loch und da eines und überall hat es tolle Spielsachen. Was man im Garten hier alles finden kann, von den Schnecken bis zu den Engerlingen. Die schmecken mir besonders. Als ich mich an eine halbe Maus, die mir mein Freund Nico vermacht hat, ranmachte, wollte mir Claudia die Maus blitzschnell wegnehmen, aber ätsch, ich war schneller. Ich habe sie einfach geschluckt. Das hat mir zwar keine Lorbeeren bei ihr eingebracht, nur Bauchweh, aber das braucht sie ja nicht zu wissen.
So gegen halb acht rüsten wir uns nach einem feinen Morgenessen für die Schule. Das Schei…halsband wird dann montiert und ich werde an die Leine genommen. Das finde ich soooooo doof. Ich wehre mich immer dagegen, alles nützt nichts, sie ist eben (noch) stärker. Dann geht’s ins Auto. Das gefällt mir. Ich habe die ganze Sitzreihe hinten für mich. Leider geht die Fahrt nur sehr sehr kurz. Vor dem Schulhaus parken wir und dann kommen schon Kinder und streicheln mich. Das gefällt mir riesig. Alle überhäufen mich mit Komplimenten. Ich bin eben eine Schönheit!!! Übrigens, ich bin schon wieder ein Stück gewachsen.
Weil ich die Leine hasse, weigere ich mich daran zu laufen. Heute hat man mich überlistet und das mit einem Hundeleckerli. So gemein! Aber wenn ich ganz ehrlich bin, wäre das Leinelaufen gar nicht so schlimm. Man müsste nur wollen und ich will nicht immer. Ab und zu darf sich der Hund ja auch was rausnehmen.
Ich kenne „meine“ Schüler schon. Ich weiss wie sie riechen und schmecken. Einige haben tolle Füsse und noch tollere Hausschuhe. Die Bändel der Schulsäcke schmecken nicht wirklich, aber versuchen muss man sie auf alle Fälle. Heute habe ich die meiste Zeit des Unterrichts geschlafen, aber gestern habe ich Rambazamba gemacht. Meine Petflasche, mein Bärchen, die Rassel und den Knoten habe ich mit meinen Zähnchen traktiert. Ab und zu darf ich auf die Schulwiese pinkeln. Dann springe ich mit Claudia ein paar Mal um die Wette. Das macht Spass.
Heute Nachmittag muss ich zur Tierärztin. Mein Frauchen hat gesagt, dass die sehr lieb ist. Ich habe beschlossen, mir ein eigenes Bild davon zu machen, bin ja nicht blöd und glaube alles, was man mir sagt. Nachher kommt Carla nach Hause und dann ist noch eine mehr hier, die schmust. Das kann ich übrigens ganz toll. Aus lauter Liebe knabbere ich an ihren Händen rum. Ich kann euch sagen, dass ich nicht alles machen darf, was ich will. Beide sagen mir, wann ich übertreibe und dann lasse ich es halt eben sein. Nach der Schule gibt es immer eine lange Spielrunde im Garten. Dann tollen wir um die Wette! Das gefällt mir. Die Nachbarn kommen dann auch und ich begrüsse sie kurz. Wenn sie mitspielen wollen…. ich habe nichts dagegen.
Ich gehe nicht mehr so früh zu Bett. Ich darf immer so gegen elf Uhr noch einmal in den Garten. Dann gibt’s aber nur noch eine Pinkelrunde. Ach ja, ich will euch noch erzählen, dass ich ein tolles Bett habe, so schön weich und kuschelig. Ich schlafe schon allein, höre aber immer die beiden und weiss, dass sie ganz nahe sind und wenn ich Kummer habe, oder es mir nicht gut geht, beide blitzschnell bei mir sind. Das gefällt mir gut so. Noch etwas: Erich kocht schauderhaft, aber das Essen von Claudia ist ganz okay. Sie weiss viel besser, was mir schmeckt… nur den Sellerie mag ich defintiv nicht, auch wenn sie mir noch so einreden will, dass der gesund ist! Das Büro von Erich ist wie eine Wundertüte. Wohin man tritt, findet man etwas Neues. Da gibt es einen Papierkorb, Kartonschachteln, Sichtmappen, auf denen man rutschen kann, Filzfinken, einen Teppich mit Fransen, einen Blumenstock und und und. Ein Schlaraffenland für mich.
So meine Lieben, jetzt ruhe ich mich noch ein wenig aus, bevor ich zur Tierärztin gehe. Lasst euch alle ganz herzlich von mir umarmen…. — und ich schicke euch einen dicken nassen Hundekuss

Euer Dajosch

Dajosch

Mein neues zu Hause

Hallo ihr Lieben!

Dajosch bezieht im Moment seinen Mittag – Schönheitsschlaf und so nütze ich die Zeit euch zu schreiben. Wir hatten gestern noch nicht einmal das Auto parkiert, standen die Nachbarn schon mit Kind und Kegel auf der Matte. Dajosch liess sich dadurch nicht beirren und zog es vor , den Garten unter die Lupe zu nehmen. Natürlich musste er eine Pflaume versuchen, Stachelbeeren pflücken und dann wollte er den Johannisbeerstrauch mit den Zähnen fällen. Er fühlte sich sofort heimisch. Zu guter letzt markierte er den Garten. So, jetzt hatte alles seine Richtigkeit schien er mit seinen Augen auszudrücken und nun habe ich Hunger…….. Mit der Zeit kam unsere Katze nach Hause und war überrascht einen Hund vorzufinden. Langsam tastete Nico sich an Dajosch an. Dieser begrüsste ihn freudig und wollte sogleich mit ihm herumtollen. Das war für Nico zuviel des Guten und er flüchtete über den Gartenzaun. Dajosch bellte ihn an und vollführte tollpatschige Sprünge. Durch den Gartenzaun beschnupperten sie sich…. Danach wurde das Innenleben unseres Hauses unter die Lupe genommen. Noch eine Katze……. aber auch die scheint nett zu sein, obwohl noch scheu. Das Hunde-nestchen schien Dajosch sehr zu gefallen. Er legte sich sofort hinein und genoss all die Streicheleinheiten. Aber wehe, man ging zur Türe hinaus…. Ich wusste gar nicht, was wir für ein musikalisches Talent wir bekommen haben. Wir hörten Arien von Schubert, Händel und Mozart, alles auf einmal. Erich lag neben dem Hundekorb und streichelte ihn in den Schlaf.;-) und es klappte. Er hat noch ein paar Mal in der Nacht „gejammert“, aber im Grossen und Ganzen war er wirklich brav.

Nun schmusen Nico und Dajosch und Timi schaut noch aus einer sicheren Distanz zu. Es sieht köstlich aus, wenn die beiden schmusen und Dajosch Nico lautstark zum Spielen auffordert. Er ist sogar so dreist, dass er die „arme“ Katze in den Schwanz beisst. Ihr seht, von Langeweile kann nicht die Rede sein.

Geht es den Hundebabys wieder besser? Dajosch hat keinen Durchfall, es geht ihm bestens und sein Fleisch mit Kiwi und Äpfeln schmeckte ihm vorzüglich.

Es hat schon wieder geklingelt!!!!!!!

Von Herzen liebe Grüsse an alle

Erich, Claudia, Carla und Dajosch