23.01.2008
Fasching, Fasching
Halli hallo!!!
Ich begrüsse alle, die meine Erlebnisse lesen. Speziell bedanken tu ich mich bei denen, die mir ein paar Pfotenabdrücke auf meiner Homepage hinterlassen. Darüber freue ich mich immer ganz speziell.
So, das musste einfach einmal gesagt sein.
Ist bei euch auch Faschingstimmung? Na ja, wir wohnen eigentlich in einer Gegend die nicht narrenverrückt ist, eher so, wie das Wort ohne Narren. So weit, so gut!
Letzten Samstag war hier ein Faschingsumzug und die letzten dieser Spezies, die da mitliefen, gingen gestaffelt bis in die Morgenstunden nach Hause. Natürlich schlichen sie nicht auf Zehenspitzen durch die Gegend, sondern verkündeten lautstark und in verschiedenen Tonarten ihre Absicht so langsam Richtung Schlafplatz zu “torkeln.” Ich bekam so manch interessante Geangsversion zu hören. Zuerst habe ich mich mäuschenstill verhalten, dann fing es an mir Spass zu machen und ich sang aus Leibeskräften mit. Ich geriet richtig in Fahrt. Durchs Fenster sah ich die originell gekleideten Gestalten an mir vorbei defilieren. Sie sahen so toll aus, richtig chic. Ich war restlos begeistert! Logischerweise wollte ich Hundevieh nicht hinten anstehen. Meine Augen suchten etwas Brauchbares, womit man sich verkleiden kann.
Das Plastiktischtuch ist transparent und ich möchte nicht, dass jeder Mann und jede Frau und ganz bestimmt nicht jeder Hund alles sehen kann. Mein Schamgefühl lässt das niemals zu. - Hallooo, das würde nicht einmal am Fasching einen guten Eindruck machen.
Wo hat sie nur… sie hat doch….. ja, da ist Claudias heissgeliebter Schal aus Seide. Den hat sie achtlos liegen gelassen. Selber schuld!!! Aber keine Panik, ich leihe ihn mir nur aus!!! Na ja, aber wie schlinge ich jetzt das rutschige Ding am besten um meine Taille? Ich muss ihn nur ein klitzekleines Stückchen teilen, damit er sich richtig verknoten lässt. Eine mühsame und knifflige Arbeit.
Schweissperlen bildeten sich um meine Schnauze. Aber ich gab nicht auf! Was Hund sich in den Kopf setzt, das zieht er durch, willensstark wie wir sind.
Nun stand ich da, verkleidet mit Claudias Schal. Die Grün - und Blautöne unterstrichen meinen Teint. Ich fand mich umwerfend schön. Diese Grazie, diese Elegenz.
Ich malte mir aus wie mir alle Frauenherzen zufliegen werden. Ein tolles Gefühl. In meinem Eifer und meiner Euphorie hatte ich ganz vergessen, dass ich alleine wach war und niemand mir die Türe zu all meinen künftigen Herzensdamen aufschliessen würde. Selbstmitleid überfiel mich. Der Traum vom Abenteuer Dajosch als Casanova zerplatzte wie eine Seifenblase. Oberseufz-seufz!
Zu meinem Schmerz gesellte sich dann am Morgen noch Claudias *Freude* über den abgeänderten Schal. Ui, sie hat sehr leise geredet und jedes Wort war messerscharf. Das war viel schlimmer als wenn sie gebrüllt hätte.
Jetzt trägt sie einen anderen Schal und der würde mir entschieden besser gefallen…… Bis wann dauert eigentlich der Fasching???