Dajosch

Hauptsache gesund

Ach herrje, meine Lieben!

Am letzten Montag wurde ich sehr früh aus meinem warmen und weichen Bett gepfiffen. Ich musste fast noch im Dunkeln raus. Gnadenlos bugsierte mich Erich durch die Gegend. Zu guter Letzt bekam ich kein Morgenessen. Ich kam da ganz und gar nicht mehr mit. Na ja, irgendwann gibt’s bestimmt was Feines zwischen die Zähne. Anstatt meinen Napf zu füllen, wurde ich kurzerhand ins Auto verfrachtet. Vielleicht gehen wir schwimmen… mit vollem Magen soll ja das bekanntlich ungesund sein. Ich beschloss, mich einfach zu freuen…

Nach einer Weile sah ich einladende Wiesen. Ich begann zu singen, aber niemand beachtete mich. Die sehen die Schönheiten dieser Gegend gar nicht, typisch Zweibeiner. Beleidigt legte ich mich hin. Kaum war ich eingeschlafen, wurde ich wieder geweckt. Der Motor verstummte. Eilig stiegen wenigstens meine Zweibeiner aus und begrüssten Cornelia und Daniel. Auch die hatten keine speziellen Augen für mich. Ich wollte gestreichelt und endlich informiert werden. Aber nein, Hund lässt man im Ungewissen alleine zurück. So eine Gemeinheit!!!

Nach endlos langer Zeit kamen alle zurück, liessen mich raus und spazierten zu vielen andern Hunden. Ich wollte die begrüssen, aber dazu schien man keine Zeit zu haben. Unanständige Wesen. Es roch sooo gut nach Hunden, Pferden und Kühen. Wir mussten auf die Wiese laufen. Dort stand ein Mann und schaute mich prüfend an. Ich setzte mein umwerfendstes Lächeln auf, aber der schien dagegen immun zu sein. Na ja… Nun musste ich durch die Personengruppe gegen die wartenden Hunde hin. Das ist die Gelegenheit!!!- Schnurstracks rannte ich durch die Gruppe - und begrüsste freundlich meine Kollegen. Komisch, das das Erich nicht so lässig fand.

Dann kam ich zu den Sprüngen. Das mache ich fürs Leben gerne. Gierig schaute ich das Hindernis an. Dann kam der Befehl von Erich:” Voran!” Ich preschte am Sprung vorbei. Mit Wehmut betrachtete ich ihn aus den Augenwinkeln. Ich wäre viel lieber darüber geprungen… aber Erich hatte ausdrücklich voran gesagt und ich bin ja ein folgsamer Hund! Als Nächstes durfte ich dann wirklich springen. Ich lief zur Hochform auf und flog zum Abschluss der ersten Übung buchstäblich über den aufgestellten Weitsprung. Ich fand all das enorm lustig, aber Erich hatte nicht gerade die beste Laune. Ich wollte ihn aufheitern, aber mein Gebell kam auch nicht gut an. Na ja, dann interessiere ich mich eben mehr für die anderen Hunde. Einer machte mich dumm an.—

Blitzschnell verschwanden wir zu einer eingezäunten Wiese. Dort gingen fünf Hunde hinein. Ich war der Erste in der Linie. Brav setzte ich mich hin. “Ableinen”, kam per Befehlston das Kommando. Bevor wir anfangen, muss ich einem Vierbeiner noch Manieren beibringen. Nichts wie los und hin. Nachdem ich ihm meine Meinung gesagt hatte, legte ich mich brav hin und wartete, 1 Minute, 2 Minuten, 3 Minuten. Das reicht, beschloss ich. Ganz langsam und lautlos lief ich im Schneckentempo über die Wiese. Neben Erich setzte ich mich hin, schaute ihn an und ging dann ins Platz. Von dieser Seite sieht man alle Hunde viel besser. Wie dumm die doch sind, dass die sich diese Aussicht entgehen lassen. Kann ich nicht verstehen.

Die letzten Übungen gingen nicht schlecht. Zu freudig habe ich laut dem Mann auf dem Platz das Apportierholz gebracht. Nächstes Mal senke ich den Kopf… und lege einen melancholischen Gang ein. Was soll’s? Ich hatte riesigen Spass.

Nicht jeder hatte seine Fangemeinde dabei. Wegen mir kamen Cornelia, Daniel, Lydia - und (seht ihr meinen schmachtenden Blick?) Jewel, meine Angebetete. Mit ihr durfte ich noch um die Wette sausen. Leider ging sie viel zu früh nach Hause!

Bei der Rangverkündigung waren wir leider die Zweiten, die aufgerufen wurden. Immerhin hatten wir über hundert Punkte, was das auch immer heissen mag… Ich bekam ein tolles Spielzeug und Erich feinen Honig, den ich bestimmt auch versuchen darf.

Erich und Claudia haben mir gesagt, dass ich trotz allem der beste und liebste Hund auf diesem Planeten sei, aber das weiss ich ja! Das waren die News von mir. Freue mich über eure…!!!

Liebe Grüsse vom Mehrkämpfer Dajosch

Dajosch

An meine Schwester

Liebe Dakota

Nun bist du Mami geworden und das auf Anhieb vierfach. Freue mich sooooo riesig mit dir und gratuliere dir von ganzem Herzen!!!

Weisst du eigentlich, wie enorm stolz ich auf dich bin? Seit Tagen mache ich nichts anderes mehr als stolz auf dich sein. Okay, fressen tu ich dazwischen auch noch. Wir sind eben eine verfressene Bande… du auch!

Gerade noch eben sind wir Geschwister durch den Garten getollt, haben die Welt erkundet und einander an den Ohren gepackt. Schon bald machen das deine Kleinen. Die Zeit vergeht soooo schnell und wir werden alt… aber erst in ein paar Jahren ;-)

Wie geht es eigentlich der frischgebackenen Grossmutter? Ihr geht’s bestimmt wie mir, nur hat sie den Vorteil, sie ist vorort. Ich weiss, sie möchte die Kleinen herzen und ihnen Geschichten erzählen. Bis dahin vergeht aber noch ein wenig Zeit. Ihre Geduld wird mit Sicherheit auf eine harte Probe gestellt. Na ja, da muss sie durch.

Sei weiterhin eine so tolle Mutter. Ich bin gerührt, wie genial du das machst.

Es drückt dich dein dich liebender Bruder Dajosch

Liebe Leserin, lieber Leser

Du als Zweibeiner kannst locker Purzelbäume schlagen. Bei uns Vierbeinern ist dies ein wenig komplizierter. Nicht weiter schlimm, mein Herz kann das dafür um so besser. Und genau das macht es seit 2 Tagen ununterbrochen. Mir ist schon ganz schwindlig im Herzen.

Warum?

Hm, nun sind die lang ersehnten Babies da. Jupieeeeehhhhh! Alle 4 gesund und munter. Bin ganz aus dem Häuschen. Diese Warterei ging mir brutal an die Substanz. Habe den Dünnpfiff bekommen und keine Krallen mehr. Habe sie restlos abgenagt. Sicher können mich einige verstehen… Ich soviele Kilometer weit weg und meine Schwester im Gebärsaal… und ich kannn nichts für sie tun. Na hallo, die bringt meine Nichten und Neffen zur Welt.

Nun bin ich ein überstolzer, frischgebackener Onkel. Trage nun Hochwasser, weil ich so gewachsen bin.

Wie die Zeit vergeht. Erst gerade war ich ein Welpe im Hause vom Lappwald und bekam den besten Start ins Leben, den Hund und Mensch sich wünschen kann. Was ich in diesen 8 Wochen bei Dina und Uwe fürs Leben mitbekommen habe, das ist einfach phänomenal. Viele Zweibeiner auf dem Hundesportplatz bewundern mich deswegen, von den Vierbeinern will ich gar nicht reden. So lange kann ich gar nicht schreiben. Kein Wunder, dass immer alle Hunde schon zum Vornherein vergeben sind.

Natürlich müssen die Zweibeiner immer, bevor sie einen Welpen bekommen, in Golling antraben und eine Wesensprüfung absolvieren. Zwei gestrenge Augenpaare beobachten haargenau und sie registrieren sofort alles. Tja, und einige sind schon durchgefallen. Das ist, wenn man das Beste für seine Hunde will.

Ich bin froh, dass sie das machen. Wer weiss, wo ich sonst gelandet wäre…

Liebe Grüsse vom stolzen und überglücklichen Onkel Dajosch

Dajosch

Dilemma

Lieber Leser und liebe Leserin

Leider stecke ich wegen meiner Haare in einem  Dilemma. Ich habe eine grössere Identitätskrise. Ja, Sie lesen richtig. Nun sehe ich schon beinahe wie ein älterer Hund aus. Die weissen Haare kann ich nicht wegdiskutieren. Wie soll ich mich in Zukunft benehmen - wie ein Vierbeiner von ca. 10 Jahren? Ist es wirklich so, dass man jetzt von mir erwartet, dass ich mich artig und wohlerzogen benehme? Uiiii, klingt das langweilig!!!!

Ist es vorbei mit buddeln im Garten, an der Leine zerren, die Ohren meiner Zweibeiner lecken, Knochen im Garten verstecken, die Menschen lautstark zum Spiel auffordern, Essen klauen, mit der Pfote im Wassernapf planschen, Katzen jagen und und und….

Hund hat doch auch seine Bedürfnisse, wuff und schnief…

Wäre vielleicht das die Lösung???? Ich weiss, dass Männer mit weissen Schläfen als “interessant” gelten. Hm, nun bin ich eben ein “interessanter” Hund. Damit kann ich sehr gut leben. ICH BIN INTERESSANT UND MEHR ALS KREATIV! Nun ist meine Welt wieder in Ordnung. Bin eben ein cleveres Bürschchen.

Drücke euch alle

euer Dajosch mit wieder einer tophergestellten Laune

Meine Lieben

Hilfe, mit Schrecken habe ich meine ersten weissen Haare entdeckt. Sie glänzten mich frech im Sonnenschein an - und sind nicht zu übersehen. Sie zieren die Unterseite meiner Schnauze. Schiebe gerade eine mittlere Krise deswegen. Bin noch nicht einmal 3 Jahre alt - und dann sowas. Das ist mehr als bitter, oder nicht?

Wahrscheinlich schmuse ich zuviel mit meiner Claudia und dann hat’s abgefärbt… die hat ausser einer blauen Strähne fast nur noch weisse Haare… oder aber der Umbau meines Daheims hat mich so früh altern lassen.

Tatsache ist, dass ich diese Dinger nun habe. Soll ich sie färben? Welche Farbe? Was meint ihr? Bitte gebt mir Ratschläge! Ich bin eitel und gebe eben etwas auf mein Aussehen!!!

Euer, ein wenig frustrierter Dajosch

Dajosch

Winterschlaf, nein danke!!!

Meine Lieben!

Sorry, dass ich so lange nix mehr geschrieben habe, aber in letzter Zeit hatte ich wirklich alle Pfoten voll zu tun. Es hatte draussen das weisse Zeugs und das nicht zu knapp. Meine Freude war unbeschreiblich. Ich beschnupperte das weisse Pulver, schnaubte hinein, sog es auf und wälzte mich darin. Es war einfach grandios, obwohl ich öfters heftig niesen musste. Von mir aus könnte dieser Zustand endlos anhalten. Wer denkt dann schon an Winterschlaf? Meine Katzen vielleicht, diese faulen Kater. Ich bestimmt nicht. Ich bin aktiver als eh und je. Es gibt nichts Schöneres als die Pfoten voller Schneezotteln, na ja vielleicht Meerwasser oder einen feinen Knochen… bei Streicheleinheiten und Spaziergängen bin ich auch nicht abgeneigt - bin eben ein vielseitiger Hund. Hoffe ganz stark, dass es nochmals tüchtig schneit. Ich helfe dann schaufeln, versprochen!!! Man kann mich dafür mieten.

Bis bald

Dajosch der schneepflügende Vierbeiner

Dajosch

Atemberaubende Gegend, oder?

Hi Leute und ein spezielles HI an deren Fellnasen

Habt ihr unsere Fotos angeschaut? Wir wohnen doch wirklich in einer schönen Gegend, nicht wahr. Berge üben einen ganz besonderen Reiz auf mich aus  - und wir Hunde, wir sind auch nicht schlecht durch die Linse gesprungen. Ich weiss eben keinen besseren Ausdruck für Fotos machen, sorry!

Der schwarzhaarige Hund heisst Nico und ist mein Vorbild, aber nur im Geheimen. Live belle ich ihn manchmal an. Ich bin  eben ein wenig eifersüchtig auf ihn, weil er zu meinem lieben Trainer gehört, und den, den möchte ich eigentlich gar nicht mit ihm teilen.

Trotzdem ziehe ich den Hut vor Nico. Er ist ein einsatzfähiger Rettungshund der Schweizer Staffel, blitzgescheit und genau so tüchtig. Der Traum eines jeden Hundebesitzers. Kein Wunder dass ihn sein Herrchen masslos liebt. Das tun meine Zweibeiner mich auch, obwohl ich noch ein Anfänger in solchen “Sachen” bin. Dafür bin ich in der Schule ein Ass und das muss mir erst einmal einer nachmachen….! So hat jeder seine Fähigkeiten. Hugh, der weise Dajosch hat gesprochen!

Gehe jetzt raus in die Sonne und schaue nach, ob im Garten alles i.O. ist, ob eventuell eine Katze vorbei läuft, die man anbellen könnte. Tja, Ordnung muss sein!

Haltet die Ohren steif und geniesst das Leben

Dajosch, der Ordnungshüter

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Dajosch

Wasserratte

Meine Lieben aus nah und fern!

Wenn ich die Fotos betrachte, plagt mich das Fernweh. Es war soooooooooooo schön in den Ferien und ich habe das Meer genossen, bis mir Schwimmflügel gewachsen sind. Jetzt bin ich die am abtrainieren, weil in diesen Breitengraden  momentan eher Skier angesagt sind.

In Spanien war Wasser in allen Variationen vorhanden. Oft kam es direkt vom Himmel, manchmal plumpste ich hinein, aber der Favorit ist und bleibt das Meer. Noch eine Randbemerkung zum ins Wasser plumpsen… Meine Familie und ich streiften durch die Orangenhaine. Es roch betörend nach diesen Früchten. Die meisten sahen aus wie orangerote Bälle. Man hätte damit spielen können, durfte ich aber nicht. Man gönnte es mir einfach nicht. Okay, dann such ich mir eben etwas anderes um meinen Spass zu haben, so dachte ich jedenfalls.

Früher wässerten die Bauern ihre Felder nicht mit den schwarzen Schläuchen, sondern sammelten jeden Tropfen fein säuberlich in Zisternen. Tja, ich wollte einmal in meinem Leben ein solches “Teil” von innen betrachten. Ich wollte mich nur weiterbilden, bin ja ein intelligenter und wissbegieriger Hund!!! Na ja, ich glaube, ich guckte ziemlich kläglich aus dem Fell, als ich merkte, dass ich ohne Hilfe niemals mehr aus diesem Gefängnis herauskommen werde. Ohne Erich wäre ich dort frühzeitig ins Grab gekommen. Ich mache es nieeeeeee wieder, wenigstens bis zum nächsten Mal. Ein Souvenir daran habe ich mir trotz feinem Hundeshampoo bewahrt:. Ich “stinke” nach diesem alten, stehenden, fauligen Wasser. Ja mei, dadurch muss meine Familie eben. So würde es jedenfalls Dina ausdrücken. ;-))

Liebe Grüsse

Dajosch mit Flossen

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Dajosch

Sauer

Puah, mein Frauchen ist stinksauer. Seit 2 Wochen wird meine homepage attackiert. Jeden Tag gibt es jede Menge mails von einschlägigen Anbietern. Sie ist nur noch am löschen dieser Angebote. Tja, diese Art von Aufdringlichkeit liebt sie gar nicht… Sie hat sogar “starke Wörter” gebraucht um sich Luft zu schaffen. Das kenne ich ja sonst gar nicht an ihr. Hoffe, dass dieser Spuk bald vorbei geht! Sonst geht es uns prächtig. Ich bekomme jeden Tag mein Fressen, viel Liebe und natürlich Fitnesstraining für die Muckis und die grauen Zellen.

Alles Liebe

euer Dajosch

Dajosch

Strapaziöses Hundeleben

Hallo meine Lieben!

Bin sooooo müde und meine Augen fallen mir immer wieder zu. Na ja, die letzten 3 Tage waren für mich auch äusserst anstrengend.

Am Donnerstag fuhren wir nach Österreich zu meiner Mama, meinem Papa und meiner Schwester. Ich habe mich wie immer darauf gefreut, besonders auf Dina und Uwe. Ja, ja, wenn ich im Vornherein alles gewusst hätte, hätte ich einfach den Freitag übersprungen.

Die Wiedersehensfreude war gross, besonders bei meinen Zweibeinern. Dieses Geknutsche…. igitt!!!

Stellt euch vor, ich Schulsozialarbeiter auf 4 Pfoten durfte “Schutzdienst” auf dem Übungsplatz der Ortsgruppe Freilassing leisten. Man nennt diese Art von “Ding” anscheinend so. Ich wusste nichts über einen Ärmel, woher denn auch. Habe sowas noch nie gesehen. In der Schule arbeite ich anders, obwohl ich meine Schüler mit meinem Leben schützen würde. Ich verstand nur Bahnhof. Ein kurzer Blick zu Erich am Ende der Leine…. dann einer zu Hubert vor mir, der mit seinem dicken Arm “wedelte”.

Was wollen die von mir? Soll ich etwa… darf ich wirklich, he he, den pack ich mir…. ha, ich hab die Beute und die geb ich nicht so schnell wieder her. Es machte Spass und ich wurde immer dreister. Zum Schluss durfte ich das “Teil” mitnehmen, sogar bis ins Auto. Ich fühlte mich…. da fehlen mir einfach die Worte, vielleicht phänogeniaspitze!!!

Am Freitag stand ich nichts ahnend auf. Mein Magen knurrte so laut, dass ich immer wenn ich einnickte, gleich wieder von diesem Geräusch geweckt wurde. Niemand hatte Mitleid mit mir, nicht einmal Erich. Den kann ich in sonst in solchen Situationen immer auf meine Seite ziehen. Habe schon manch leckeren Happen hinter dem Rücken von Claudia erhalten. Früh wurde ich ins Auto verfrachtet. Das hat mich noch nicht erschreckt. Nach einer halben Stunde wurde ich ausgeladen und in ein Wartezimmer verfrachtet. Habe noch nie eine schlechte Erfahrung in solchen Räumen gemacht, das würde meine Familie niemals zulassen…. dachte ich jedenfalls. Guten Mutes ging ich ins Behandlungszimmer und dann ging alles sehr schnell. Ruck zuck war ich auf dem Tisch. Man kürzte mir an der Pfote die Haare, fast gleichzeitig steckte eine Nadel darin und dann erinnere ich mich nur noch vage an das was passierte. Wie ein Sack sank ich auf den Tisch, einfach in Zeitlupentempo. Hände hielten mich, dann weiss ich nichts mehr. Als ich aufwachte, wieder Hände, mir vertraute. Oh, wie roch ich die gerne. Ich wollte aufstehen, aber nichts bekam ich auf die Reihe, rein gar nichts. Alles drehte sich in meinem Kopf und ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. Ich habe fast den ganzen Tag geschlafen…. und mein Fressen bekam ich erst gegen Abend. Das grenzt doch schon an Tierquälerei, oder?

Meine Lieben waren alle glücklich. Sie strahlten um die Wette. Die können ja, die mussten keine Vollnarkose über sich ergehen lassen und beinahe verhungern. Meine Ellbogen und meine Hüfte sind atemberaubend schön, wie eben der ganze Hund. Das wusste ich schon vorher, aber auf Hund hört man ja nicht…. schmolle kurz!

Am Samstag waren wir wieder auf dem Hundesportplatz und ich durfte den Hubert nochmals beissen, ähm, ich meine in seinen Ärmel. Das tat gut!!! Dann habe ich noch ganz nette Leute kennen gelernt und meinen Halbbruder gesehen. Denke, dass wir diese Zweibeiner wieder mal zu Gesicht bekommen.

Bin gestern Abend sehhhr spät nach Hause gekommen. Nicht meine Schuld. Nun bin ich immer noch hundemüde und gönne mir vor dem Nachtessen noch ein Nickerchen.

Bis bald, euer Dajosch Gähnmeister

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